Abseits von Schulbüchern und verpflichtender Klassenlektüre, die den Unterrichtsalltag prägen, hatten die Schüler:innen an diesem Tag die Gelegenheit, sich ganz bewusst dem freien Lesen zu widmen. Für zwei Stunden stand nicht das Lernen im Vordergrund, sondern die Freude an Geschichten, Wissen und Fantasie.
Jede:r Schüler:in brachte ein persönliches Lieblingsbuch mit, die anschließend innerhalb der Klasse getauscht wurden. So entstand eine bunte Vielfalt an Lektüren: von spannenden Sachbüchern über fesselnde Krimis bis hin zu bewegenden Tragödien und kreativen Graphic Novels.
Lesen ist weit mehr als nur eine schulische Pflicht. Es eröffnet neue Perspektiven, fördert die Kreativität und stärkt die Konzentrationsfähigkeit. Wer liest, trainiert nicht nur seine Sprache, sondern entwickelt auch Empathie, indem er sich in unterschiedliche Figuren und Lebenswelten hineinversetzt. Gleichzeitig bietet Lesen eine wertvolle Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und dem oft hektischen Alltag für einen Moment zu entfliehen.
Warum lesen wir? Bücher ermöglichen es uns, Neues zu entdecken, Wissen zu erweitern und in andere Welten einzutauchen – ganz unabhängig von Zeit und Ort. Sie regen zum Nachdenken an, inspirieren und können sogar Trost spenden oder Mut machen.
Auch wenn eine Erhebung des ASTAT aus dem Jahr 2021 zeigt, dass 79 % der 14- bis 25-Jährigen in Südtirol mindestens ein Buch pro Jahr lesen, handelt es sich dabei häufig um Pflichtlektüre im schulischen oder universitären Kontext. Umso wichtiger sind Initiativen wie der Welttag des Buches, die die Freude am freiwilligen Lesen in den Mittelpunkt stellen.
Der Aktionstag am RG/SG hat gezeigt: Lesen kann begeistern, verbinden und neue Horizonte eröffnen – besonders dann, wenn man die Freiheit hat, selbst zu wählen, was man liest.
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