Geschichtsunterricht vor Ort
Auf dem Weg vom Stilfser Joch bis zur Furkelhütte informierte Tragust über die strategische Kriegsführung der österreich-ungarischen Soldaten am Monte Scorluzzo sowie über die wohlüberlegte Position des Lempruch-Lagers “, benannt nach dem Kommandanten des Verteidigunsabschnitts Ortlerfront.
Das Barackenlager wurde gleich neben der Grenze zur neutralen Schweiz und somit im toten Winkel der italienischen Artillerie errichtet. Auf dem weitläufigen Gelände sind noch die Fundamente der Baracken zu erkennen. Es soll dort neben den Unterkünften für die Soldaten auch Entlausungsstationen, Offiziersunterkünfte und sogar ein Kino gegeben haben.
Die Soldaten an der Ortlerfront waren entweder besonders jung oder bereits recht alt, mussten tagelang in den Stellungen ohne angemessene Ausrüstung für das Hochgebirge ausharren. Oft hatten sie nicht ausreichend zu essen, da während des ersten Winters noch keine Seilbahnen für die Versorgung vorhanden waren. Wie schlecht die Versorgung der Soldaten tatsächlich war, erkannten die Schüler und Schülerinnen, als ihnen erklärt wurde, dass das durchschnittliche Körpergewicht der Soldaten zu Kriegsende 47 kg betrug.
An der Goldseestellung hörten die Schüler und Schülerinnen, dass sich dort eine österreichische Artilleriestellung befunden hat, die die italienischen Linien unterhalb des Stilfser Jochs unter Beschuss nehmen konnte.
Die Bilanz der Exkursion: Geschichtsunterricht vor Ort macht Aussagen wie „Die Front im Ortler-Massiv zählt zu den höchsten im Ersten Weltkrieg“ anschaulich und die Eindrücke bleiben in Erinnerung.
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