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Auslandsjahr in Belgien

Coucou,
aujourd’hui je vais vous parler un peu de mon séjour en Belgique, le pays des gaufres, du chocolat et des frites.

Vor 2 Monaten bin ich in Liège, einer mir unbekannten Stadt im frankophonen Teil Belgiens, angekommen. Ich wusste nicht allzu viel über meine neue Heimat, meine Schule und meine Gastfamilie. Obwohl ich mir schon lange wünschte, die 4. Klasse Oberschule im Ausland zu absolvieren, war mir bei der Vorstellung 10 Monate an einem fernen Ort zu verbringen doch etwas mulmig zumute. Heute bin ich sehr froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe.

Ich lebe bei einer wundervollen Gastfamilie, die mich herzlich aufgenommen hat und tatkräftig in allen Belangen unterstützt. Zusammen mit dem älteren meiner 2 Gastbrüder bin ich am 1. September zu meiner Schule l’école de Saint-Benoît Saint-Servais aufgebrochen.
Das Schulgebäude erschien mir riesig. Bei der Eröffnungsfeier wurden die Schüler ihren Klassen zugeteilt, allein in meiner Klassenstufe gibt es 8 Klassen zu ca. 30 Schülern. Um mich herum wurde nur Französisch gesprochen. Ich fühlte mich ein bisschen verloren. Doch sehr schnell habe ich mich eingelebt. Meine Mitschüler sind sehr freundlich, meine Lehrer sehr verständnisvoll…
Mittlerweile finde ich mich gut im Schulgebäude zurecht, ich schaffe es, alle Hausaufgaben, Mitteilungen und Testergebnisse in mein Journal (eine Art Klassenbuch, das von den Schülern ausgefüllt wird) einzutragen und dem Unterricht ohne Probleme zu folgen. Mit meiner Fächerwahl, die die Pflichtfächer, Wirtschaft und 2 zusätzliche Stunden Geschichte beinhaltet, bin ich zufrieden.

Ich habe die belgische Kultur kennen und schätzen gelernt. Die Menschen hier sind sehr herzlich und aufgeschlossen. Im Familien- und Freundeskreis, im Schwimmclub, in der Schule… überall wurde ich mit offenen Armen empfangen.

In den vergangenen 2 Monaten habe ich nicht nur mein Französisch verbessert, sondern mich auch persönlich weiterentwickelt und ich bin sehr dankbar für diese einzigartige Möglichkeit, ein fremdes Land und seine Kultur auf diese Weise erfahren zu dürfen. Reisen bedeutet den eigenen Horizont zu erweitern, neue Ideen zu entdecken, Freundschaften zu schließen und dabei auch sich selbst besser kennenzulernen.

« Tout ce que vous avez à faire, c’est décider de partir. Et le plus dur est fait. » Tony Wheeler, 1973

Ich kann es nur empfehlen, ein Auslandsjahr zu absolvieren. Um sich auf dieses Abenteuer einzulassen braucht man Mut, aber es ist eine unglaubliche Erfahrung, an der man nur wachsen kann. Meine ursprüngliche Ängste und Sorgen sind längst verflogen und ich freue mich auf die 8 Monate, die mir hier noch bleiben.
Seit ich die Entscheidung getroffen habe, ins Ausland zu gehen, habe ich sehr viel Unterstützung von allen Seiten erhalten. Sowohl von meiner Schule, insbesondere von Frau Prof. Federer, als auch von meiner Familie und meinen Freunden. Dafür möchte ich hier noch einmal herzlich Danke sagen.

Merci

Laura Eberhöfer

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