Realgymnasium Schlanders | St. Franziskusstraße 6 | Tel. +39 0473 730004 | os-osz.schlanders@schule.suedtirol.it | www.rg.osz-schlanders.it

Zu Besuch in Schleis

Die FÜ-Gruppe „Regional, nachhaltig, gesund? Leben und Wirtschaften im Vinschgau“ war unterwegs

Im Oktober besuchte eine interessierte Schülerinnengruppe im Rahmen des FÜ-Kurses zur Nachhaltigkeit den Hof und die Hofkäserei „Engelhorn“ in Schleis. Der „Agrarrebell“ und Bauer Alexander Agethle führte nicht nur durch Hof, Stall und Hofladen, sondern erzählt vor allem von seinen Ideen für eine neue, umweltverträgliche Landwirtschaft und davon, wie er den traditionellen Milchviehbetrieb seiner Eltern „zukunftsfit“ und nachhaltig gemacht hat.

Eine Teilnehmerin berichtet ausführlich über den Besuch:

 

Am 21. Oktober 2021 haben wir im Rahmen des FÜ Kurses „Regional, nachhaltig gesund?“ die Hofkäserei „Englhorn“ in Schleis besucht. Bereits im Voraus haben wir uns die Dokumentation „Das System Milch“ angeschaut, in der auch Alexander Agethle, der Bauer des Bauernhofes, vorkommt. Der Film war eine gute Vorbereitung auf die bevorstehende Exkursion, da er uns das Thema Milchwirtschaft und die damit verbundenen Probleme bereits etwas näherbringen konnte und wir ungefähr wussten, was uns erwarten wird.  

Voller Neugier und guter Laune sind wir also am Tag des Ausfluges mit dem Zug nach Mals gefahren und anschließend mit dem Citybus nach Schleis. Die Hofkäserei ist nur wenige Schritte von der Bushaltestelle entfernt und liegt direkt neben der Straße. Kaum auf dem Hof angekommen, wurden wir vom Bauern Alexander Agethle sehr freundlich begrüßt und anschließend hat er uns von seinem Hof, seiner Arbeit auf dem Hof und seinen Ideen erzählt. Auch das Thema Nachhaltigkeit wurde immer wieder angesprochen und man hat deutlich gespürt, dass ihm dieses Thema sehr am Herzen liegt. Genau aus diesem Grund hat er die Landwirtschaft auf seinem Hof, nachdem er ihn von seinen Eltern geerbt hatte, komplett umgestellt. Das Ziel seiner Eltern war es immer, möglichst viel Milch zu produzieren; sein Ziel hingegen ist es, weniger, aber dafür hochwertige Milch zu produzieren und den Kühen ein möglichst schönes und langes Leben ermöglichen zu können. Dieser Gedanke ist alles andere als typisch für die Milchwirtschaft, weshalb sich der Betrieb von Alexander Agethle stark von den meisten herkömmlichen Milchviehbetrieben unterscheidet.
Die Milch, die auf dem Hof produziert wird, wird in der hofeigenen Käserei zu hochwertigem Käse verarbeitet, der bereits mit einigen Preisen ausgezeichnet wurde. Der Bauer und seine Familie betreiben zudem einen Hofladen, in dem sie ihren Käse selbst verkaufen.  

Nachdem der Bauer uns von seiner Arbeit erzählt hatte, führte er uns zuerst in den Stall und anschließend beendeten wir den Besuch mit einer kleinen Käseverkostung im Hofladen, bei der uns auch hausgemachtes Brot, Butter und Saft serviert wurden.  

Im Anschluss an die leckere Stärkung sind wir zu Fuß zurück nach Mals spaziert und mit dem Zug nach Hause gefahren.  

Die Exkursion hat mir sehr gut gefallen, war sehr interessant und ich konnte viel Neues dazulernen. Alexander Agethle ist in meinen Augen eine sehr beeindruckende Person, da er sich gegen alle durchgesetzt hat und seinem Herzen gefolgt ist. Er ist sehr überzeugt und begeistert von seiner Arbeit und seinem Konzept und man merkt, dass er mit Herz und Seele dabei ist.  

Madeline Ladurner, 5RG 

Zurück