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Die Zertrennlichen

Mobiles Klassenzimmerstück für die 1A und 1BRG

Vor Kurzem waren die Vereinigten Bühnen Bozen mit einem Jugendstück bei uns zu Gast. Im Deutschunterricht haben wir, die 1BRG, Rückmeldungen zur Inszenierung gesammelt:

 

Kurze Zusammenfassung des Inhalts

Das sehr gut in die heutige Zeit passende Stück „Die Zertrennlichen“ begann mit zwei komplett unterschiedlichen Kindern, die beide ihre Träume auslebten. Das arabische Mädchen Sabah und der französische Junge Romain lebten in derselben Wohnsiedlung. Sabah fühlte sich zudem als echte Sioux-Indianerin und Romain lebte in seiner Welt mit seinem Schaukelpferd. Am Anfang des Stücks verstehen sich die 9-Jährigen nicht, da sie die Welt des anderen nicht nachvollziehen können. Zudem sind die beiden Familien aus unterschiedlichen Kulturkreisen miteinander verfeindet und geben rassistische Beleidigungen von sich. Im Laufe des Stücks finden die beiden Kinder zusammen und erleben spannende Abenteuer. Aufgrund einer Schlägerei zwischen den Vätern zieht Sabah mit ihrer Familie fort und sie verlieren sich aus den Augen. Oder auch nicht – denn das Stück hat ein offenes Ende und wir wissen nicht, ob die beiden sich als junge Erwachsene wiedersehen. Lea Gemassmer

Die beiden Figuren Romain und Sabah … sind im Stück zuerst neun Jahre alt. Sie wohnen im gleichen Wohnblock in einem Vorort von Paris. Sabahs Eltern stammen aus Algerien und Romains Eltern sind Franzosen. Beide Elternpaare sind rassistisch. Im Laufe des Stücks freunden sich die Kinder an und sagen, dass sie unzertrennlich seien. Sie verbringen viele Nachmittage zusammen. Aus Freundschaft wird Liebe, doch dann werden die beiden zu den Zertrennlichen … Maria Gabriela Trafoier

Sabah fühlt sich als Sioux-Indianerin, ich glaube, … dass sie sich sehr für diese Kultur interessiert und alles darüber wissen möchte. Im Stück hatte sie auch Indianerfedern in den Haaren und sie sah zusammen mit Romain den Weißen Büffel. Dies war eine imaginäre Vorstellung der beiden, die sie zusammenschweißte. Es entstand eine Verbindung zwischen ihnen und sie verliebten sich ineinander. Clara Fuchs

Im Stück war von Tieren die Rede. Sofort fällt mir ein, … dass in dem Stück ein toter Hirsch vorgekommen ist und Romain bei seinem Anblick geweint hat. Dann hat er seine Jacke über das Tier gelegt. Der Hirsch war ein Zeichen, dass Romain und Sabah zusammengehören. Vielleicht aber auch, dass etwas Schlimmes passieren wird. Michael Moser

Das Bühnenbild … war schön gestaltet. Ich fand es gut, dass die Bühne nicht so voll war. Wenn zu viel auf der Bühne ist, kann man sich weniger auf die Geschichte konzentrieren, finde ich. Besonders kreativ fand ich den toten Hirschen aus Kartonschachteln. Man konnte sich das Tier selbst vorstellen. Auch die Rahmen, die sich drehten, waren gut gemacht und flexibel einsetzbar. Katja von Fellenberg

Die Kostüme … waren sehr einfach gestaltet, doch bewirkten ihren Zweck und versetzten die 20- bis 30-jährigen Schauspieler in ein junges Alter zurück. Die Federn im Haar der Schauspielerin gaben ihr eine gewisse Kraft und sie zeigten, dass sie viel Phantasie hat. Während. Des Theaterstücks wurden einzelne Kleidungsstücke hinzugefügt, wie z.B. ein Kopftuch, welches für das Erwachsenwerden der Figur stand. Sophia Steiner

Besonders in Erinnerung ist mir diese Szene geblieben… als die beiden Kinder nach Hause gegangen sind und ihre verletzten Väter und verärgerten Mütter gesehen haben, denn als Zuschauer wussten wir nicht, was vorgefallen war. Deshalb war es sehr spannend. Aber auch, weil sich ab dieser Szene alles geändert hat: Sabah und Romain wurden nach diesem gewaltvollen Vorfall getrennt und sehen sich vielleicht nie wieder. Julia Weirather

Im Nachgespräch … war eine Theaterpädagogin (Nadja Tröster, VBB) unsere Gesprächspartnerin. Das fand ich sehr schön, da es vielleicht andere Mitschüler zum Reden anspornte. Später gesellten sich auch die Schauspieler dazu. Sie kannten das Theaterstück natürlich am besten und konnten auch schwierigere Fragen beantworten. Vor allem der Schauspieler, der den Charakter Romain verkörpert hatte, kam mir sehr sympathisch und begeistert vor. Im Nachgespräch tauschten wir uns über Szenen mit vielen Interpretationsmöglichkeiten aus. David E. Moriggl

Die musikalischen Elemente … waren sehr interessant, weil es am Höhepunkt des Stücks sehr laut wurde. Die Hintergrundmusik gefiel mir auch gut. Das Singen und Tanzen der Figuren lockerte das Stück auf. Manchmal wurde ich aber von der lauten Musik abgelenkt. Veronika Rinner

Die Atmosphäre in der Aula Magna der WFO … hat mir gut gefallen. Alle waren sehr ruhig und konzentriert, so konnte man sich gut auf das Stück konzentrieren. Jonathan Jakob Graiss (Anmerkung: Das Team der VBB hat unsere Bühne gelobt! Sie eigne sich gut für Aufführungen!)

Die beiden Schauspieler:innen Laura Masten und Andreas Mittermeier … haben ihre beiden Charakter Romain und Sabah sehr unterhaltsam, aber auch eindrucksvoll verkörpert. Sie haben viele Gefühle in das Theaterstück eingebracht und verständlich und fehlerlos vor dem Publikum gesprochen. Jannik Blaas

Ich finde Theaterbesuche … sehr unterhaltsam und tiefsinnig. Denn Theater führt in eine neue Welt der Phantasie und Vorstellung. Meist öffnet die Botschaft des Stücks einem die Augen. Somit kann Theater bewegen und einen Denkanstoß verursachen. Alena Schwarz

Das mobile Theaterstück der VBB … war eine willkommene Abwechslung und bereicherte den Unterricht enorm. Im Vorfeld hatten wir uns über Rassismus und seine vielen, manchmal unterschwelligen, Seiten ausgetauscht. Die frische Inszenierung hob unsere Überlegungen dann auf eine unmittelbare Ebene. Im Nachgespräch konnten viele Fragen geklärt und einige Deutungsversuche diskutiert werden. Das Schicksal von Romain und Sabah wird uns auch dank der bildhaften Ebene (Weißer Büffel, Schäferhund, toter Hirsch …) in Erinnerung bleiben. Danke für das Gastspiel!

Prof. Maria Raffeiner

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